FAQs

Fragen, die bereits besonders häufig über die Hotline gestellt wurden, werden hier erklärt. Aktuell finden Sie hier Antworten zu den Themen:

Gibt es Datenschutzkonzepte?

SORMAS-X, DEMIS, SurvNet, andere IfSG-Fachanwendungen sowie das Climedo Syptomtagebuch arbeiten über Schnittstellen zusammen, sind aber als separate Produkte zu betrachten. Das Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung verantwortet die Datenschutzkonzepte für SORMAS-X, SORMAS-SB und SORMAS-XL und SORMAS-SB und legt die diesbezüglichen Datenschutzunterlagen in der fortlaufend aktualisierten Fassung dem Bundesbeauftragten für Datenschutz und die Informationsfreiheit (BFDI) und den Datenschutzbeauftragten der Länder zur Prüfung vor.

Das RKI verantwortet die Datenschutzkonzepte von SurvNet und DEMIS. Die Climedo Health GmbH verantwortet das Datenschutzkonzept für das Climedo Symptomtagebuch. Die Datenschutzkonzepte weiterer IfSG –Fachanwendungen liegen in der Zuständigkeit der jeweiligen Anbieter bzw. Hersteller.

Gibt es eine Verbindung zwischen SORMAS und der neuen Corona-Warn App der Bundesregierung?

Nein, SORMAS und die Corona-Warn App sind zwei unterschiedliche Anwendungen, die keine Überschneidungen haben.

Die Corona-Warn App ist für individuelle Personen, um Kontakte und Infektionsketten nachvollziehen zu können.

SORMAS hingegen ist eine Anwendung für die Gesundheitsämter in Deutschland, in der sie Kontakte und Fälle nachverfolgen können.

Hat SORMAS die Kapazität für alle Gesundheitsämter mit jeweils Hunderten von Nutzer:innen?

In anderen Ländern läuft SORMAS bereits für seit mehreren Jahren unterbrechungsfrei für zahlreiche Krankheiten mit über 750 Gesundheitsämtern und zigtausenden von Nutzer:innen auf nur einer Server-Instanz (Datenbank mit Server). In Deutschland erhält jedes Gesundheitsamt eine separate Instanz, so dass hier noch deutlich weniger eine Kapazitäts- oder Performanzgrenze zu erwarten ist, auch wenn über tausend Nutzer:innen eines Gesundheitsamtes gleichzeitig SORMAS nutzen sollten.

Ist eine Mehrfachanmeldung in SORMAS möglich?

Ja. Man kann sich mit einer Rolle in mehreren Fenstern und/oder Taps in SORMAS anmelden und so in mehreren Menüpunkten parallel arbeiten. 

Ist es möglich SORMAS-M zu nutzen?

Für Länder in denen die DSVGO gilt ist SORMAS-M derzeit noch nicht freigegeben. Stattdessen kann eine webbasierte Version von SORMAS auf dem Mobilgerät genutzt werden.

Kann das Tagebuch in Haushalten mit mehreren Personen genutzt werden?

Mehrere Familienmitglieder können mit derselben E-Mail-Adresse oder Mobilfunknummer für das Symptomtagebuch registriert werden. Hierfür muss lediglich jedes Familienmitglied als eigenständiger Kontakt mit individuellem Vor- und Nachnamen in SORMAS angelegt und in jeder Akte dieselbe Mobilfunknummer oder E-Mail-Adresse hinterlegt werden. 

Kann der Isolationszeitraum vom Gesundheitsamt individuell eingestellt werden?

Ja, die Dauer des Isolationszeitraumes kann individuell eingestellt werden. Beachten Sie dabei jedoch bitte die rechtlichen Vorgaben. 

Sie können den Isolationszeitraum für Fälle und Kontakte unterschiedlich einstellen.

Standardmäßig ist der Isolationszeitraum auf 14 Tage gesetzt. Möchten Sie diesen anpassen, schreiben Sie bitte eine E-Mail an Netzlink über support@sormas-oegd.de. 

Kann man im Symptomtagebuch verschiedene Sprachen auswählen?

Die deutsche Sprachversion ist voreingestellt und unmittelbar verfügbar und verknüpft. Bei ausreichendem Bedarf können weitere Sprachen verfügbar gemacht werden

Kann SORMAS in Verbindung mit Keycloak verwendet werden?

Ja, es ist möglich die Benutzerauthentifizierung von SORMAS über Keycloak auszuführen. Um die Benutzer mittels Keycloak in SORMAS zu authentifizieren, müssen diese lokal in SORMAS mit den notwendigen Rechten und Eigenschaften hinterlegt sein, d.h. über Keycloak findet ausschließlich die Benutzerauthentifizierung statt. Das genaue Vorgehen für das jeweilige Gesundheitsamt sollte während der Vorbereitungen zur Inbetriebnahme mit den Verantwortlichen vor Ort sowie der Firma Netzlink abgestimmt werden.

Kann SORMAS ÖGD auf andere meldepflichtige Krankheiten gemäß IfSG ausgeweitet werden?

Grundsätzlich ist es möglich weitere meldepflichtige Erkrankungen mit Hilfe von SORMAS nachzuvervolgen. International sind die unten stehenden Erkrankungen in SORMAS integriert. Für den deutschen Raum ist SORMAS bisher jedoch nur für die Verwendung im Bezug auf COVID-19 geplant. 

Diese Krankheiten bestehen neben Covid19 bereits in SORMAS (nicht im deutschen Raum):
– akute schlaffe Lähmung
– Milzbrand
– Cholera
– Kongenitale Röteln
– Dengue-Fieber
– Ebola
– Medinawurm
– Tollwut
– Influenza (neuer Subtyp)
– Lassa
– Masern
– Affenpocken
– Meningitis (CSM)
– Pest
– Poliomyelitis

Können Aufgaben automatisch zugeteilt werden?

Ja. Eine Konfiguration von automatisch erzeugter Aufgaben ist möglich und kann von Netzlink in den Datenbankkonfiguration über TASK_GENERATION_CASE_SURVEILLANCE konfiguriert werden. Diese Konfigurationen ist für deutsche Ämter standardmäßig ausgeschaltet, kann auf Wunsch aber eingeschaltet werden.

Können externe Personen SORMAS nutzen?

Ja. Auch Menschen außerhalb des Gesundheitsamtes, die ein Interesse an den Daten, die SORMAS sammelt, haben, wie Beispielsweise Bürgermeister, können einen Zugang bekommen. Die Rolle ist dann die des Bezirksbeobachters. Dieser kann das Dashboard mit allen Statistiken sehen aber keine persönlichen Daten der Fälle oder Kontakte. 
Diese Rolle eignet sich nicht zur Arbeit mit SORMAS sondern ausschließlich dazu die Informationen auf dem Dashboard einzusehen. 

Können individuelle Einstellungne für einzelne Ämter oder Bundesländer getroffen werden?

SORMAS-X wird grundsätzlich für alle Gesundheitsämter in einer gemeinsamen Anwendung bereitgestellt. Individuelle Besonderheiten können entweder im Rahmen der jeweiligen Konfiguration vorgenommen werden oder sie werden allen Gesundheitsämtern zur Verfügung gestellt. Die Entwicklung und Pflege von zusätzlichen Funktionen für spezielle Anforderungen einzelner Bundesländer oder Gesundheitsämter ist grundsätzlich möglich. Da SORMAS open source ist, stehen auch Dritten die Möglichkeit offen zusätzliche Module für und kompatibel mit SORMAS zu erstellen. Dies wird im Rahmen der Bildung einer SORMAS open source community ausdrücklich unterstützt. Ob dies im Rahmen der BMG-Förderung im Rahnen des SORMAS@DEMIS Projektes erfolgt oder ggf. durch Dritte, z.B. einem Bundesland finanziert wird kann, muss im Einzelfall entschieden werden.

Können Listen von Einrichtungen in SORMAS übernommen werden?

Ja, der Import von Einrichtungen (z.B. Krankenhaus etc.) ist über den Menüpunkt Einstellungen > Einrichtungen > Import möglich. Anhand des vorgegeben csv Import Templates, welches unter dem genannten Menüpunkt zur Verfügung steht, besteht die Möglichkeit Einrichtungen ins System zu übernehmen.

Können Nutzer:innen weitere Kontaktpersonen im Symptomtagebuch erfassen?

Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist es derzeit nicht möglich, Daten zu verschiedenen Personen über ein Nutzer:innen-Konto des Symptomtagebuches zu erfassen.

Können Pflichtfelder individuell konfiguriert werden?

Um eine einheitliche Schnittstelle zur SORMAS-Anwendung im Gesundheitsamt sicherzustellen, ist bis auf Weiteres nicht vorgesehen, Felder im Tagebuch individuell konfigurierbar zu machen.

Könnten Sie uns mitteilen, wann wir mit einer Schnittstelle zu GA ISGA oder einer anderen IfSG-Fachanwendung rechnen können?

Wir können Ihnen aktuell noch keinen konkreten Zeitpunkt für den Beginn der Pilotierung Ihres Gesundheitsamtes nennen. Gemeinsam mit dem Hersteller der IfSG Fachanwendung arbeiten wir noch an der Integration der Schnittstelle. Sobald wir vom Hersteller positive Rückmeldung erhalten und somit eine zeitliche Abschätzung der Pilotierung möglich ist, kommen wir gerne wieder auf Sie zu, um die weiteren Schritte zu planen.

Wann kann ein Gesundheitsamt die Serviceangebote der Akademie nutzen?

Die Serviceangebote (Schulung, Hotline, Begleitung und Beratung) stehen den Gesundheitsämtern zur Verfügung, deren SORMAS-Instanz bei Netzlink oder dem ITZBund gehostet wird und die einen entsprechenden AV-Vertrag unterschrieben haben. Die Angebote sind speziell auf diese Begebenheiten angepasst und bieten dadurch den größten Mehrwert.

Wann wird SORMAS-X verfügbar sein?

Die Piloten werden aktuell als SORMAS-X auf der ITZBund Infrastruktur ausgerollt. Anschließend können auch alle anderen Gesundheitsämter SORMAS-X ebenfalls auf der ITZBund Infrastruktur nutzen.

Warum funktioniert mein Import nicht?

Wenn Probleme beim Import (z.B. in Form von Fehlermeldungen) auftauchen liegt das meist daran, dass einzelne Spalten falsch geschrieben wurden. Besonders, da Auswahlkategorien in SORMAS im Import auf Englisch geschrieben werden. Um dieses Problem zu umgehen nutzen Sie bitte immer die Importvorlage von SORMAS. Diese ist unter dem Button „Import“ verfügbar. 

Was für Daten darf ich in der Demoversion eingeben?

In der Demoversion wird ausschließlich mit fiktiven Daten gearbeitet. Bitte geben Sie auf keinen Fall echte Daten im System ein.

Die eigegebenen Daten werden regelmäßig gelöscht.

Was für Kontakt-Angebote gibt es?

Eine Übersicht unserer Kontaktzeiten und -Angebote finden Sie unter Kontakt. (hier klicken)

Was ist der Unterschied zwischen dem Betrieb beim ITZBund im Vergleich zum Eigenbetrieb?

Im Rahmen der BMG Förderung erfolgt der Betrieb von SORMAS in der Infrastruktur des ITZBund. Dies schließt folgende Vorteile ein:

  • Hohe Datensicherheit und Qualitätssicherung
  • Zentrale Sicherheitswartung
  • Zentraler Aktivierung der jeweils aktuellsten SORMAS Version
  • Keine Kosten für Betrieb, Service, Hotline und Schulung (BMG hat die Kostenübernahme bis mindestens Ende 2022 zugesichert und für darüber hinaus in Aussicht gestellt)
  • Rund um die Uhr Service (24/7) für den technischen Betrieb
  • Zentrale Datensicherheitsauditierung durch Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

SORMAS ist eine open source Software, deren Nutzung prinzipiell ohne Lizenzgebühr vom Gesundheitsamt in eigenen Infrastrukturen betrieben werden kann. Allerdings erfolgt dies dann in der vollständigen Verantwortung des Gesundheitsamtes und ohne Anspruch auf die oben genannten kostenfreien Betriebs-und Serviceleistungen. Wir empfehlen dringend SORMAS in Deutschland nur im ITZBund-Betrieb einzusetzen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einer Kontaktperson?

Eine Kontaktperson ist eine Person in SORMAS, die mindestens einen Kontakt zu einem Fall hatte. Die Verknüpfung zum Indexfall ist hierbei optional. Ein Kontakt beschreibt lediglich einen Kontakt, d.h. eine Interaktion mit einem Fall. 
Das bedeutet, dass eine Kontaktperson viele Kontakte zu verschiedenen Fällen gehabt haben kann. Demzufolge tauchen diese Kontakte mit der gleichen Kontaktperson auch im Kontaktverzeichnis auf. Hierbei handelt es sich nicht um Duplikate, solange beim Erstellen von mehr als einem Kontakt die selbe Person ausgewählt wurde.

Was ist der Unterschied zwischen Ende des Follow-up und Quarantäne?

Das Ende des Follow-up ist gleichzusetzen mit dem Quarantäne-Ende. Der einzige Unterschied ist, dass Quarantäne als rechtswirksame Information benötigt wird. Zudem haben Sie durch das neue Update die Möglichkeit zwischen der mündlichen Aussprechung der Quarantäne und dem schriftlichen bescheid zu differenzieren. 

Was ist der Unterschied zwischen Ereignis und Signal?

Die Funktion „Signal“ ist primär eine Funktion für den ausländischen Raum. Sie kann verwendet werden, wenn erwartet wird, dass eine Veranstaltung stattfinden wird und es dort vermutlich zu einer Häufung von Fällen und/oder Kontakten kommen wird. Sollte die Veranstaltung o.ä. tatsächlich stattgefunden haben, kann es von „Signal“ auf „Ereignis“ gesetzt werden. 
Im deutschen Kontext wird im Grunde ausschließlich die Funktion „Ereignis“ genutzt. 

Was ist der Unterschied zwischen Schulungen und der Live-Demo?

Die Live-Demo richtet sich besonders an Gesundheitsämter, die an einer Verwendung von SORMAS interessiert sind. Die Schulungen hingegen sind für die Gesundheitsämter, die sich bereits für die Nutzung von SORMAS entschieden haben.

Was ist ein Ereignis?

Ein „Ereignis“ ist eine Veranstaltung bzw. Vorkommnis in Zusammenhang mit COVID-19.
Es hat einen Fall und und kann mehrere Kontakte und Teilnehmer haben. Diese können in Fälle konvertiert werden, sofern notwendig. 
Zu einem Ereignis gehört das Meldedatum, eine Beschreibung des Ereignisses sowie die Lokalisation.
Wenn in einem Haushalt mehr als eine Person leben, werden für das Kluster alle Ereignisteilnehmer als Kontakte das ersten Falls definiert. Wird ein zweiter oder folgenden Haushaltsmitglieder in Fälle konvertiert sollte SORMAS fragen, ob diese Haushaltsmitglieder ebenfalls Kontakte des ersten Falles sind und ob  die Nachverfolgungszeit auf Basis der Symptome des letzten Falles innerhalb des Haushaltes verlängert werden muss. 

Was ist ein Kluster?

Als ein „Kluster“wird das gemeinsame Auftreten von mehr als einem Fall bzw. von mehr Fällen als erwartet bezeichnet, die miteinander in Zusammenhang stehen. 
Kluster haben mindestens zwei Fälle, Kontakte und Teilnehmer sowie eine Lokalisation. Es kann sich dabei auch um nosokomiale Kluster handeln. Kontakte und Teilnehmer können in Fälle konvertiert werden. 
Kluster werden um einen Fall herum angelegt; es können aber auch neue Fälle zu einem bestehenden Kluster hinzugefügt werden. 
Falls sinnvoll, können mehrere „regionale“ Kluster auch zu einem Landes- bzw. Bundesweiten Kluster ausgeweitet werden. 

Was ist ein Screening?

Als „Screening“ wird die Probenentnahme und Untersuchung auf COVID-19 bei einer definierten Personengruppe bezeichnet. 
Screenings haben Teilnehmer und eine Lokalisation. Die Teilnehmerliste kann im- und/oder exportiert werden. Den Teilnehmenden können zudem Proben und Laborergebnisse zusortiert werden. 

Was ist ein Signal?

Als „Signal(e)“ werden Informationen oder Hinweise über COIVD-19 bezeichnet. 
Es gibt unterschiedliche Quellen von Signalen, diese können bspw. durch die Bevölkerung oder Polizei per Telefon, E-Mail oder persönlich gemeldet werden. Sie können jedoch auch per Social Media, Nachrichten, Twitter-Analysen oder Algorithmen aufgedeckt werden. 
Zu einem Signal gehören die Person, die es gemeldet hat, das Meldedatum, eine Beschreibung des Signals sowie den/die Fall/Fälle, die mit dem Signal in Verbindung stehen. 

Was ist SORMAS-M?

SORMAS Mobile (SORMAS-M) ist die mobile App von SORMAS.

SORMAS Mobile (SORMAS-M) ist nur auf Android verfügbar. Es ist aus Sicherheitsgründen nicht über den allgemeinen Store herunter zu laden, sondern dazu bestimmt, auf rein für den Dienstgebrauch bestimmten Tablets installiert zu werden. Installation, Konfiguration und Fernpflege sind nicht im Rahmen der BMG-Förderung abgedeckt und müssten separat beauftragt werden. In SORMAS-M stehen für ausgewählte Nutzer:innen-Profile jeweils dieselben Funktionen zur Verfügung wie in der stationären Desktop/Web-Version von SORMAS-X. Im Unterschied zur stationären SORMAS-X Version, kann SORMAS-M auf dem mobilen Endgerät (Tablet) auch offline ohne Netz und Internetverbindung bedient werden. Die Daten werden dann bidirektional synchronisiert sobald eine Internetverbindung besteht. Ein typischer Anwendungsfall wäre die Erhebung von Fall- oder Kontaktpersonen bei einem Ausbruch in einer Einrichtung direkt vor Ort durch Personal des Gesundheitsamtes. SORMAS –M ist Übersee eine seit Jahren viele genutzte Variante. 

Was kostet der SORMAS-Support?

Support und Schulung neuer Mitarbeiter:innen stehen im Rahmen des BMG-geförderten SORMAS@DEMIS-Projektes bis Ende 2022 kostenfrei zur Verfügung.

Was macht die Rolle „Bezirksbeobachter“?

Der Bezirksbeobachter ist eine Rolle, die ausschließlich zur Einsicht des Dashboards berechtigt ist. Sie kann beispielsweise an Bürgermeister gegeben werden, sodass diese Statistiken einsehen können ohne persönliche Daten von Fällen oder Kontakten einsehen zu können. 

Was muss ich tun, wenn ich einen Fall versehentlich auf „verstorben“ gesetzt habe?

Die Person wird unter „Fall“ wieder auf erholt o.ä. gesetzt. Zusätzlich muss die Person unter dem Reiter „Fall Person“ auf „lebendig“ gesetzt werden, da sie sonst im Dashboard weiterhin als verstorben angezeigt werden würde und damit die Statistik fälscht. 

Was und für wen ist der Erfahrungsaustausch?

Der Erfahrungsaustausch findet in wöchentlich donnerstags von 9:00 bis 10.00 Uhr statt. Alle Gesundheitsämter die an SORMAS interessiert sind oder es bereits nutzen (auch deren SORMAS-Instanz nicht bei Netzlink gehostet wird) können daran teilnehmen. Der Termin soll Ihnen eine Plattform bieten, um zur Nutzung und Einführung von SORMAS miteinander ins Gespräch zu kommen. Falls sie sich zum Erfahrungsaustausch anmelden oder in den Verteiler dazu aufgenommen werden möchten, schicken Sie bitte eine E-Mail an sormas-covid@helmholtz-hzi.de

Welche Daten werden bei SORMAS-X von SORMAS an SurvNet übermittelt?

Es werden alle IfSG-relevanten Daten übermittelt. Weitere Angaben finden Sie in der Schnittstellendokumentation SORMAS zu SurvNet (PDF-Download).

Welche Fall-Definitionskategorien verwendet SORMAS?

SORMAS nutzt mittlerweile die Falldefinitionskategorien des Robert-Koch Instituts (RKI). Damit wurden die bisher verwendeten Kategorien der WHO ersetzt, da die Gesundheitsämter die Meldungen an die zuständigen Landesbehörden gemäß dieser Kategorien durchführen. Dadurch ergeben sich folgende Änderungen:

VerdachtsfallA (klinisch-diagnostizierte Erkrankung)
Wahrscheinlicher FallB (klinisch-epidemiologisch bestätigte Erkrankung)
Bestätigter FallC (klinisch-labordiagnostisch bestätigte Erkrankung)
 D (Labordiagnostisch nachgewiesene Erkrankung, nicht erfülltes klinisches Bild)
 E (Labordiagnostisch nachgewiesene Erkrankung, unbekanntes klinisches Bild)

Das vollständige Migrationskonzept der Falldefinitionskategorien des RKI ist unter >>Dokumente<< zu finden. 

Welche Funktion hat das Archiv und welche Auswirkungen hat es auf die Daten in SORMAS?

Die Archiv-Funktion in SORMAS stellt eine Alternative zur Löschung von Daten dar und sorgt dafür, dass die Listen (und die Android-App) nicht voller nicht mehr relevanter Fälle/Kontakte sind. Nach 90 Tagen werden Fälle/Kontakte automatisch archiviert. Gelöschte Fälle/Kontakte können nicht zurückgeholt werden (anders als archivierte Fälle/Kontakte). 

Archivierte Fälle/Kontakte tauchen aber weiterhin sowohl im Dashboard als auch in den Statistiken auf. 

Es besteht zudem die Möglichkeit den Archivierungsintervall bei Netzlink individuell anzupassen. 

Welche neuen Features bietet SORMAS?

SORMAS bietet eine Vielzahl an Funktionen die regelmäßig erweitert werden. Über neue Features informieren wir Sie regelmäßig im Rahmen unserer Updates. (hier klicken)

Welche Schnittstellen werden über SORMAS-X verfügbar sein?

In SORMAS-X werden die folgenden Schnittstellen konfiguriert:

  • SurvNet
  • Weitere IfSG-Fachanwendungen
  • DEMIS
  • Symptomtagebücher
  • SORMAS zu SORMAS

Welche Schulungsangebote gibt es?

Eine Übersicht unserer verschiedenen Schulungsformate finden Sie unter Schulungen. (hier klicken)

Wer ist für den Betrieb von SORMAS verantwortlich?

Der Betrieb von SORMAS erfolgt auf den Hochsicherheitsservern des Informationstechnikzentrums des Bundes (ITZBund) und wird dabei von der Firma Netzlink Informationstechnik GmbH (kurz Netzlink) betreut. Dies beinhaltet auch die Koordination der Auftragsverarbeitungsverträge (AVV), die Pflege und Sicherstellung des rund um die Uhr (24/7) Betriebs von SORMAS.

Werden die SORMAS-Server auch nachts überwacht?

Die Server auf denen die einzelnen SORMAS-Instanzen laufen werden dauerhaft überwacht, also auch nachts. Wird dort ein Fehler entdeckt, wird dieser automatisiert an den Support gemeldet. 

Werden Todesfälle bei SORMAS-X an SurvNet übermittelt?

Ja, Todesfälle und die dazugehörigen Informationen werden über die Schnittstelle an SurvNet übermittelt.

Wie erfolgt die Auswertung der ausgefüllten Symtomtagebücher?

In SORMAS können die Daten aus den Symptomtagebücher in der Nachverfolgungs-Ansicht eingesehen und ausgewertet werden. Daten, die über das Symptomtagebuch eingegangen sind, sind mit einem Handy-Symbol in SORMAS kenntlich gemacht. Durch das Setzen eines Filters („Symptomtagebuch-Status“) werden in SORMAS nur diejenigen Personen angezeigt, für die ein Symptomtagebuch aktiviert wurde. Farblich kann weiterhin zwischen der Angabe von Symptomen (rot), keinen Symptomen (grün) und dem Versäumen des Ausfüllens (grau) unterschieden werden. Daraufhin können weitere Handlungen seitens des Gesundheitsamtes eingeleitet und ein reibungsloser Prozess der Quarantäne-Überwachung gewährleistet werden.

Weiterführende Informationen Informationen finden Sie in unseren >>Dokumenten<<.

Wie filtere ich nach Follow-up Ende?

Unter dem Menüpunkt „Fälle“ wählen sich im Fallverzeichnis über den Button „Mehr Filter Anzeigen“ das gewünschte Enddatum der Quarantäne aus. Alternativ können Sie in den Kategorien des Fallverzeichnisses auf die Kategorie „Ende der Quarantäne“ klicken, um sich das Ende der Quarantäne in chronologischer Reihenfolge anzeigen zu lassen. 

Wie funktionieren die Symptomtagebücher?

Das digitale Symptomtagebuch zur Quarantäne-Überwachung ermöglicht es Mitarbeiter:innen des Gesundheitsamtes wertvolle Zeit einzusparen, indem sie Personen in häuslicher Absonderung nicht mehr täglich anrufen müssen. Stattdessen erhalten Personen über das digitale Symptomtagebuch mindestens einmal pro Tag eine Erinnerung selbstständig einen kurzen Fragebogen über das Vorliegen von Symptomen auszufüllen. Der Fragebogen ist kompatibel mit den entsprechenden in SORMAS dargestellten und mit dem RKI abgestimmten Feldern. Diese Informationen werden dann automatisch in SORMAS des zuständigen Gesundheitsamtes übertragen.

Durch die Integration eines digitalen Symptomtagebuchs in die SORMAS-Plattform ist die Aktivierung eines Tagebuchs mit nur einem Klick möglich. Das Symptomtagebuch benötigt keine weitere Nutzeroberfläche für die Gesundheitsamt Mitarbeiter:innen und wird rein aus SORMAS heraus angesteuert.

Basierend auf den Daten bereits aktiver Gesundheitsämter erreichen diese im Rahmen der Quarantäne-Überwachung eine Entlastung und Zeitersparnis von fast 70%.

Wie funktioniert der Datenaustausch über den SurvNet Webservice?

Beim SurvNet Webservice handelt es sich um einen vom RKI bereitgestellten Transportweg für verschlüsselte Daten zwischen SurvNet Sende- und Empfangsstellen im deutschen Gesundheitswesen. Der Service stellt über ein Public Key Verfahren die Vertraulichkeit der Daten zwischen den zertifizierten Parteien sicher. In der SurvNet Infrastruktur besitzt jede Sende- und Empfangsstelle eine eindeutige Codesite ID, die vom RKI vergeben wird und für die ein Zertifikat beim RKI registriert wird. Im Betrieb bedeutet dies, dass der Sender die verschlüsselten Daten an den SurvNet Webservice überträgt, d.h. die verschlüsselten Daten dort hinterlegt werden. Der Empfänger wiederum fragt am Webservice das Vorhandensein von Daten für seine Codesite ID ab und kann diese anschließend herunterladen und mit Hilfe des eigenen Zertifikates entschlüsseln.

Wie gebe ich einen Tod durch COVID-19 ein?

Unter dem Menüpunkt „Fall“ öffnen Sie per Doppelklick den Fall den Sie bearbeiten möchten. Unter dem Reiter „Fall“ kann dann der Verlauf der Erkrankung des Falls als „Verstorben“ markiert werden. Unter dem Reiter „Fallperson“ kann für den aktuellen zustand der Person dann „tot“ ausgewählt werden; unter Todesursache „Epidemische Krankheit“ und unter Verantwortliche Krankheit „COVID-19“ (wird in der Regel automatisch generiert). 

Wie gebe ich einen Tod durch eine andere Ursache als COVID-19 an?

Unter dem Menüpunkt „Fall“ öffnen Sie per Doppelklick den Fall den Sie bearbeiten möchten. Unter dem Reiter „Fall“ kann dann der Verlauf der Erkrankung des Falls als „Unbekannt“ klassifiziert werden. Unter dem Reiter „Fallperson“ kann für den aktuellen zustand der Person dann „tot“ ausgewählt werden; unter Todesursache „andere Ursache“ und unter Verantwortliche Krankheit geben Sie die entsprechende Krankheit an. 

Wie generiere ich den GPS Breiten- und Längengrad?

Der GPS Breiten- und Längengrad kann automatisch generiert werden, indem Sie unter dem Menüpunkt „Fälle“ bzw. „Kontakte“ unter dem Reiter Fallperson bei Wohnort die Adresse eingeben und danach auf das tropfenförmige Symbol „Standort“ klicken. Diese Daten werden dann in der Fallstatus- und Kontaktkarte angezeigt. 

Wie importiere ich Fälle/ Kontakte in SORMAS?

Generell können nur Admins Fälle und Kontakte in SORMAS importieren. Dafür gibt es unter den jeweiligen Menüpunkten den Button „Import“. Klicken Sie auf „Import“ und lesen Sie sich die einzelnen Schritte sorgsam durch. Laden Sie das unter Schritt 3 vorzufindene Template herunter.
Öffnen Sie in Excel die Sormas-Import-CSV Datei (Template). Markieren Sie das ganze Template-Dokument und formatieren Sie die Zeilen in „Text“ um.
Füllen Sie nun das Template entsprechen den Anleitungen (Schritt 1&2) aus. 
Dann laden Sie sich Notepad++ herunter. Öffnen Sie die von Ihnen ausgefüllte SOMRAS-Import-CSV Datei in Notepad++. Klicken Sie auf den Reiter „Kodierung“ und dann „konvertiere zu UFT-8“. Überprüfen Sie, ob unten im Notepad++ Programm „UFT-8“ steht. Wenn ja, öffnen Sie den Reiter „Datei“ und speichern Sie die Datei unter „Speichern unter“.
Jetzt können Sie die Datei in SORMAS importieren. 

Wie kann ich eine Nachschulung vereinbaren?

Bitte vereinbaren Sie Nachschulungen persönlich. Das können Sie über eine der unter >>Kontakt<< genannten Möglichkeiten tun.

Wie kann ich eine Schulung vereinbaren?

Eine persönliche Terminvereinbarung über den SORMAS-Support ist zu den unter >>Kontakt<< genannten Uhrzeiten über die entsprechend aufgeführten Kanäle möglich.

Außerdem können sich unter >>Schulungen<< jederzeit über das jeweilige Kontaktformular für unsere Schulungstermine & -Kurse registrieren.

Wie lasse ich mir Infektionsketten darstellen?

Infektionsketten können Sie sich über den großen Button unterhalb der Kontaktkarte anzeigen lassen. Dort steht „Bitte maximieren, um die Infektionsketten der Krankheit zu sehen“. Sie können über das Dropdown-Menü „Nach Klassifikation auswählen“ auswählen, ob Sie gesunde (grün), nicht klassifizierte (grau), klinisch-diagnostizierte (gelb), klinisch-epidemiologisch bestätigt (orange) oder klinisch-labor bestätigt (rot) anzeigen lassen möchten. Um sich alle zusammen anzeigen zu lassen wählen Sie bitte „Nach Klassifikation anzeigen“.  
Sie können auch den Zeitraum der Ansicht ändern, ohne die Ansicht verlassen zu müssen. Wählen Sie im oberen Bereich einfach über die Dropdown-Funktion den passenden Zeitraum aus.

Wie lese ich Umlaute richtig in Excel ein?

Umlaute sind korrekt in der CSV-Export Datei, Excel verursacht das Problem beim Einlesen der Datei. Das Problem kann folgendermaßen umgangen werden: 

  1. Laden Sie die SORMAS-Export-CSV Datei herunter
  2. Öffnen Sie Excel mit einem leeren Datenblatt.
  3. Über den Reiter „Daten“ öffnen Sie über den Button „Externe Daten abrufen – Aus Text“ die zuvor heruntergeladene Datei.
  4. Wählen Sie den Datenursprung „65001 Unicode“ (UFT-8) und klicken Sie auf „Weiter“.
  5. Für die Trennzeichen wählen Sie nur „Semikolon“ aus und klicken auf „Weiter“.
  6. Speichern Sie die Datei in einem neuen Arbeitsblatt.

Wie rufe ich die Anzahl an genesenen Fällen auf?

Die Anzahl an genesenen Fällen können Sie in SORMAS über den Menüpunkt „Fälle“ aufrufen.
Unter diesem Menüpunkt können Sie im Fallverzeichnis den Filter „Verlauf der Erkrankung“ anwenden und dort nach „Erholt“ filtern. 

Zusätzlich ist es auch möglich, die erholten bzw. genesenen Fälle über den Menüpunkt „Statistik“ einzusehen. Dort fügen Sie einen Filter hinzu und wählen für diesen das Merkmal „Verlauf der Erkrankungen“ aus und wählen dort das Merkmal „Erholt“.  Über den Button „Erstellen“ können Sie sich die entsprechende Statistiken in unterschiedlichen Formen darstellen lassen.

Wie sehe ich die Anzahl der Fälle in spezifischen Einrichtungen?

Wenn Sie sich im Menüpunkt „Fälle“ befinden, haben Sie die Möglichkeit unter dem Filter „ID, Name, EPID-Nummer, Einrichtung“ nach der jeweiligen gewünschten Einrichtung filtern. Anschließend finden Sie unter dem Filterbereich „Alle“ blau hinterlegt die Anzahl der Fälle in den jeweiligen Institutionen.

Wie viele Gesundheitsämter nutzen SORMAS?

Die Zahl der SORMAS Installationen wächst täglich. Das HZI informiert die Landesbehörden unaufgefordert und regelmäßig über den aktuellen Stand. Alle Gesundheitsämter in Deutschland haben inzwischen ein Infopaket erhalten, das auch die Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) enthält. Sobald die AVV von der für das Gesundheitsamt zeichnungsberechtigten Person unterschrieben vorliegen, erfolgt die Installation von SORMAS in der Regel innerhalb von 48 Stunden. 
Die aktuelle Zahl der installierten SORMAS-Instanzen können Sie auf der Startseite der Website sehen. 

Wie viele Gesundheitsämter nutzen SORMAS?

Die Zahl der SORMAS Installationen wächst täglich. Das HZI informiert die Landesbehörden unaufgefordert und regelmäßig über den aktuellen Stand. Alle Gesundheitsämter in Deutschland haben inzwischen ein Infopaket erhalten, das auch die Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) enthält. Sobald die AVV von der für das Gesundheitsamt zeichnungsberechtigten Person unterschrieben vorliegen, erfolgt die Installation von SORMAS in der Regel innerhalb von 48 Stunden.
Die aktuelle Zahl der installierten SORMAS-Instanzen können Sie oben auf der Startseite unserer Website sehen.

Wie wird bei SORMAS-X in der SORMAS zu SurvNet-Schnittstelle die Externe ID bzw. GUID genutzt?

Generell dient die Externe ID dazu, die eindeutige Verbindung von einem Fall / Person / Ereignis in SORMAS (Feld Externe ID) mit demselben Fall / Person / Ereignis in einem externen System (z.B. SurvNet: Feld GUID) herzustellen.

Detaillierte Informationen bzgl. der Verwendung der Felder Aktenzeichen und Externe ID finden Sie in der Schnittstellendokumentation SORMAS zu SurvNet (PDF-Download).

Wieso kann meine eingegeben Daten in der Demoversion nicht mehr finden?

Die eigegebenen Daten werden regelmäßig gelöscht.

Wird es weitere Schnittstellen geben?

SORMAS ist ein Open Source System, daher ist damit zu rechnen, dass künftig auch weitere Systeme angebunden und entwickelt werden können, die von Gesundheitsämtern nachgefragt werden. Voraussetzung für die Freischaltung der Schnittstellen ist, dass das Gesundheitsamt das Datenschutzkonzept von SORMAS-X prüft und bei Netzlink die Freischaltung der Schnittstellen explizit genehmigt bzw. anweist.

Falls Sie Fragen haben, die hier nicht oder nicht ausreichend erklärt wurden, kontaktieren Sie uns gerne!