Drei Stellwände die zusammen FAQ ergeben

FAQs

Fragen, die bereits besonders häufig über die Hotline gestellt wurden, werden hier erklärt. Aktuell finden Sie hier Antworten zu den Themen:

Wie rufe ich die Anzahl an genesenen Fällen auf?

Die Anzahl an genesenen Fällen können Sie in SORMAS über den Menüpunkt „Fälle“ aufrufen.
Unter diesem Menüpunkt können Sie im Fallverzeichnis den Filter „Verlauf der Erkrankung“ anwenden und dort nach „Genesen“ filtern.
Zusätzlich ist es auch möglich, die genesenen Fälle über den Menüpunkt „Statistik“ einzusehen. Dort fügen Sie einen Filter hinzu und wählen für diesen das Merkmal „Verlauf der Erkrankungen“ und anschließend das Merkmal „Genesen“. Über den Button „Erstellen“ können Sie sich die entsprechende Statistik in unterschiedlichen Formen darstellen lassen.

Wie sehe ich die Anzahl der Fälle in spezifischen Einrichtungen?

Wenn Sie sich im Fallverzeichnis befinden, haben Sie die Möglichkeit über den Filter „ID, EPID-Nummer, externe-ID, Einrichtung“ nach der gewünschten Einrichtung zu suchen. Das Fallverzeichnis zeigt Ihnen daraufhin alle zu Ihrer Suche passenden Ergebnisse an. Im hellblauen Schnellfilter „Alle“ wird Ihnen die Anzahl der Fälle in den jeweiligen Institutionen angezeigt.

Welche neuen Features bietet SORMAS?

SORMAS bietet eine Vielzahl an Funktionen die regelmäßig erweitert werden. Über neue Features informieren wir Sie regelmäßig im Rahmen unserer Updates. (hier klicken).

Was ist der Unterschied zwischen Ende des Follow-up und Quarantäne?

Das Ende des Follow-up ist gleichzusetzen mit dem Quarantäne-Ende. Der einzige Unterschied ist, dass die Quarantäne als rechtswirksame Information benötigt wird. Zudem haben Sie die Möglichkeit zwischen dem mündlichen Aussprechen der Quarantäne und dem schriftlichen Bescheid zu differenzieren.

Wie filtere ich nach Follow-up Ende?

Unter dem Menüpunkt „Fälle“ wählen Sie im Fallverzeichnis über den Button „Mehr Filter Anzeigen“ das gewünschte Enddatum der Nachverfolgung aus. Alternativ können Sie in der Fallliste im Fallverzeichnis auf die Spalte „Nachverfolgung bis“ klicken, um sich das Ende der Quarantäne in chronologischer Reihenfolge anzeigen zu lassen.

Wie gebe ich einen Tod durch eine andere Ursache als COVID-19 an?

Unter dem Menüpunkt „Fall“ öffnen Sie per Doppelklick den Fall, den Sie bearbeiten möchten. Unter dem Reiter „Fall“ kann dann der Verlauf der Erkrankung des Falls als „Unbekannt“ klassifiziert werden, da der Fall nicht an Covid19 verstorben ist. Anschließend kann unter dem Reiter „Fallperson“ für den aktuellen Zustand der Person „tot“ ausgewählt werden, unter „Todesursache“ „andere Ursache“ und unter „Verantwortliche Krankheit“ geben Sie die entsprechende Krankheit an.

Was muss ich tun, wenn ich einen Fall versehentlich auf „verstorben“ gesetzt habe?

Die Person wird im Reiter „Fall“ wieder auf „Genesen” o.ä. gesetzt. Zusätzlich muss der “Aktuelle Zustand der Person” unter dem Reiter „Fall Person“ auf „Lebendig“ gesetzt werden, da diese sonst im Dashboard weiterhin als verstorben angezeigt werden würde und damit die Statistik fälscht.

Was ist der Unterschied zwischen Ereignis und Signal?

Die Funktion „Signal“ ist primär eine Funktion für den ausländischen Raum. Sie kann verwendet werden, wenn erwartet wird, dass eine Veranstaltung stattfinden wird und es dort vermutlich zu einer Häufung von Fällen und/oder Kontakten kommen wird. Sollte die Veranstaltung o.ä. tatsächlich stattgefunden haben, kann diese von „Signal“ auf „Ereignis“ gesetzt werden.
Im deutschen Kontext wird im Grunde ausschließlich die Funktion „Ereignis“ genutzt.

Welche Funktion hat das Archiv und welche Auswirkungen hat es auf die Daten in SORMAS?
Die Archiv-Funktion in SORMAS stellt eine Alternative zur Löschung von Daten dar und sorgt dafür, dass die Listen (und die Android-App) nicht voller nicht mehr relevanter Fälle/Kontakte sind. Nach 90 Tagen werden Fälle/Kontakte automatisch archiviert. Gelöschte Fälle/Kontakte können nicht zurückgeholt werden (anders als archivierte Fälle/Kontakte). Archivierte Fälle/Kontakte tauchen aber weiterhin sowohl im Dashboard als auch in den Statistiken auf. Es besteht zudem die Möglichkeit den Archivierungsintervall bei Netzlink individuell anzupassen.
Wie lasse ich mir Infektionsketten darstellen?

Infektionsketten können Sie sich über den großen Button unterhalb der Kontaktkarte anzeigen lassen. Dort steht „Bitte maximieren, um die Infektionsketten der Krankheit zu sehen“. Sie können über das Drop-down-Menü „Nach Klassifikation auswählen“ entscheiden, ob Sie sich gesunde (grün), nicht klassifizierte (grau), klinisch-diagnostizierte (gelb), klinisch-epidemiologisch bestätigte (orange) oder klinisch-labordiagnostisch bestätigte (rot) Personen ansehen möchten. Um sich alle zusammen anzeigen zu lassen, wählen Sie bitte „Nach Klassifikation anzeigen“.
Sie können auch den Zeitraum der Ansicht ändern, ohne die Ansicht verlassen zu müssen. Wählen Sie im oberen Bereich einfach über die Dropdown-Funktion den passenden Zeitraum aus.

Wie generiere ich den GPS Breiten- und Längengrad?

Der GPS Breiten- und Längengrad kann automatisch generiert werden, indem Sie unter dem Menüpunkt „Fälle“ bzw. „Kontakte“ unter dem Reiter Fallperson bei Wohnort die Adresse eingeben und danach auf das tropfenförmige Symbol „Standort“ klicken. Diese Daten werden dann in der Fallstatus- und Kontaktkarte angezeigt.

Kann SORMAS ÖGD auf andere meldepflichtige Krankheiten gemäß IfSG ausgeweitet werden?

Grundsätzlich ist es möglich, weitere meldepflichtige Erkrankungen mit Hilfe von SORMAS nachzuverfolgen. International sind die untenstehenden Erkrankungen in SORMAS integriert. Für den deutschen Raum ist SORMAS bisher jedoch nur für die Verwendung in Bezug auf COVID-19 geplant.
Diese Krankheiten bestehen neben Covid19 bereits in SORMAS (nicht im deutschen Raum):
– akute schlaffe Lähmung
– Milzbrand
– Cholera
– Kongenitale Röteln
– Dengue-Fieber
– Ebola
– Medinawurm
– Tollwut
– Influenza (neuer Subtyp)
– Lassa
– Masern
– Affenpocken
– Meningitis (CSM)
– Pest
– Poliomyelitis

Können externe Personen SORMAS nutzen?

Ja. Auch Menschen außerhalb des Gesundheitsamtes, die ein Interesse an den Daten haben, die SORMAS sammelt (z.B. Bürgermeister), können einen Zugang bekommen. Zu vergeben ist dann die Rolle des Bezirksbeobachters. Dieser kann das Dashboard mit allen Statistiken sehen aber keine persönlichen Daten der Fälle oder Kontakte.
Diese Rolle eignet sich nicht zur Arbeit mit SORMAS sondern ausschließlich dazu die Informationen auf dem Dashboard einzusehen.

Was macht die Rolle „Bezirksbeobachter“?

Der Bezirksbeobachter ist eine Rolle, die ausschließlich zur Einsicht des Dashboards berechtigt ist. Sie kann beispielsweise an Bürgermeister gegeben werden, sodass diese Statistiken einsehen können ohne persönliche Daten von Fällen oder Kontakten einsehen zu können.

Ist eine Mehrfachanmeldung in SORMAS möglich?

Ja. Man kann sich mit einer Rolle in mehreren Fenstern und/oder Tabs in SORMAS anmelden und so in mehreren Menüpunkten parallel arbeiten.

Was ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einer Kontaktperson?

Eine Kontaktperson ist eine Person in SORMAS, die mindestens einen Kontakt zu einem Fall hatte. Die Verknüpfung zum Indexfall ist hierbei optional. Ein Kontakt beschreibt lediglich eine Kontaktsituation, d.h. eine Interaktion mit einem Fall. Dies bedeutet, dass eine Kontaktperson viele Kontakte zu verschiedenen Fällen gehabt haben kann. Demzufolge tauchen diese Kontakte mit der gleichen Kontaktperson auch im Kontaktverzeichnis auf. Hierbei handelt es sich nicht um Duplikate, solange beim Erstellen von mehr als einem Kontakt dieselbe Person ausgewählt wurde.

Können Aufgaben automatisch zugeteilt werden?

Ja. Eine automatische Erzeugung von Aufgaben ist möglich und kann von Netzlink durch das Feature TASK_GENERATION_CASE_SURVEILLANCE aktiviert werden. Die Aufgaben werden dabei an alle berechtigten Bearbeiter beliebig verteilt (lässt sich jedoch nicht individuell konfigurieren). Diese Konfiguration ist für deutsche Ämter standardmäßig ausgeschaltet, kann aber auf Wunsch eingeschaltet werden. Bei Fragen hierzu oder wenn Sie die Konfiguration einschalten lassen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Netzlink Support auf. Der IT-Support ist über die Adresse: support@SORMAS-oegd.de oder unter der+49 531 480 302010 rund um die Uhr zu erreichen.

Kann der Isolationszeitraum vom Gesundheitsamt individuell eingestellt werden?

Ja, die Dauer des Isolationszeitraumes kann individuell eingestellt werden. Beachten Sie dabei jedoch bitte die rechtlichen Vorgaben.
Standardmäßig ist der Isolationszeitraum auf 10 Tage gesetzt. Möchten Sie diesen anpassen, wenden Sie sich bitte mit einer E-Mail an Netzlink über support@SORMAS-oegd.de.


Wie importiere ich Fälle/ Kontakte in SORMAS?

Generell können nur Administrator:innen Fälle und Kontakte in SORMAS importieren. Dafür steht Ihnen unter den jeweiligen Menüpunkten der Button „Import“ zur Verfügung. Klicken Sie auf „Import“ und lesen Sie sich die einzelnen Schritte sorgsam durch. Laden Sie das unter Schritt 3 vorzufindende Template herunter.
Öffnen Sie in Excel die SORMAS-Import-CSV Datei (Template). Markieren Sie das ganze Template-Dokument und formatieren Sie die Zeilen in „Text“ um.
Füllen Sie nun das Template den Anleitungen entsprechend (Schritt 1&2) aus.
Dann laden Sie sich Notepad++ herunter. Öffnen Sie die von Ihnen ausgefüllte SOMRAS-Import-CSV Datei in Notepad++. Klicken Sie auf den Reiter „Kodierung“ und dann „konvertiere zu UFT-8“. Überprüfen Sie, ob unten im Notepad++ Programm „UFT-8“ steht. Wenn ja, öffnen Sie den Reiter „Datei“ und speichern Sie die Datei unter „Speichern unter“. Jetzt können Sie die Datei in SORMAS importieren.

Wie gehe ich bei Import-Problemen vor?

1. Bitte prüfen Sie, ob in der Importvorlage Spalten ergänzt/entfernt wurden.
Bitte achten Sie auch darauf, dass Sie immer die aktuelle in SORMAS hinterlegte Importvorlage verwenden.
2. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Excel Formatierung auf die UTF-8 Codierung angepasst ist. Ist dies nicht der Fall formatieren Excel Versionen Umlaute in ein Format, das nicht in SORMAS importiert werden kann.
3. Bitte stellen Sie sicher, dass alle Pflichtangaben eingetragen sind.
4. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Datei im .csv Format in SORMAS importiert wird.

Nachdem Sie die o.g. Punkte geprüft haben, versuchen Sie bitte erneut den Import zu starten. Bei weiterhin auftretenden Problemen kontaktieren Sie bitte den Support.

Wie lese ich Umlaute richtig in Excel ein?

Umlaute werden in der CSV-Export-Datei korrekt dargestellt. Excel verursacht das Problem beim Einlesen der Datei. Das Problem kann folgendermaßen umgangen werden:
1. Laden Sie die SORMAS-Export-CSV-Datei herunter
2. Öffnen Sie Excel mit einem leeren Datenblatt.
3. Im Reiter „Daten“ öffnen Sie über den Button „Externe Daten abrufen– Aus Text“ die zuvor heruntergeladene Datei.
4. Wählen Sie den Datenursprung „65001 Unicode“ (UFT-8) und klicken Sie auf „Weiter“.
5. Für die Trennzeichen wählen Sie nur „Semikolon“ aus und klicken auf „Weiter“.
-6. Speichern Sie die Datei in einem neuen Arbeitsblatt.

Wann kann ein Gesundheitsamt die Serviceangebote der Akademie nutzen?

Die Serviceangebote (Schulung, Hotline, Begleitung und Beratung) stehen den Gesundheitsämtern zur Verfügung, deren SORMAS-Instanz bei Netzlink oder dem ITZBund gehostet wird und die einen entsprechenden AV-Vertrag unterschrieben haben. Die Angebote sind speziell auf diese Begebenheiten angepasst und bieten dadurch den größten Mehrwert.

Was und für wen ist der Erfahrungsaustausch?

Der Erfahrungsaustausch findet wöchentlich donnerstags von 9:00 bis 10.00 Uhr statt. Alle Gesundheitsämter, die an SORMAS interessiert sind oder es bereits nutzen (auch die, deren SORMAS-Instanz nicht bei Netzlink gehostet wird) können daran teilnehmen. Der Termin soll Ihnen eine Plattform bieten, um zur Nutzung und Einführung von SORMAS miteinander ins Gespräch zu kommen. Falls Sie sich zum Erfahrungsaustausch anmelden oder in den Verteiler dazu aufgenommen werden möchten, schicken Sie bitte eine E-Mail an SORMAS-covid@helmholtz-hzi.de.

Was kostet der SORMAS-Support?

Support und Schulung neuer Mitarbeiter:innen stehen im Rahmen des BMG-geförderten SORMAS@DEMIS-Projektes bis Ende 2022 kostenfrei zur Verfügung.

Wer ist für den Betrieb von SORMAS verantwortlich?

Der Betrieb von SORMAS erfolgt auf den Hochsicherheitsservern des Informationstechnikzentrums des Bundes (ITZBund) und wird dabei von der Firma Netzlink Informationstechnik GmbH (kurz Netzlink) betreut. Dies beinhaltet auch die Koordination der Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) und die Pflege und Sicherstellung des rund um die Uhr (24/7) Betriebs von SORMAS.

Hat SORMAS die Kapazität für alle Gesundheitsämter mit jeweils Hunderten von Nutzer:innen?

In anderen Ländern läuft SORMAS bereits seit mehreren Jahren unterbrechungsfrei für zahlreiche Krankheiten mit über 750 Gesundheitsämtern und tausenden von Nutzer:innen auf nur einer Server-Instanz (Datenbank mit Server). In Deutschland erhält jedes Gesundheitsamt eine separate Instanz, so dass hier eine Kapazitäts- oder Performanzgrenze auch bei tausend Nutzer:innen eines Gesundheitsamtes nicht zu erwarten ist.

Was ist der Unterschied zwischen dem Betrieb beim ITZBund im Vergleich zum Eigenbetrieb?

Im Rahmen der BMG Förderung erfolgt der Betrieb von SORMAS in der Infrastruktur des ITZBund. Dies schließt folgende Vorteile ein:

  • Hohe Datensicherheit und Qualitätssicherung
  • Zentrale Sicherheitswartung
  • Zentraler Aktivierung der jeweils aktuellsten SORMAS Version
  • Keine Kosten für Betrieb, Service, Hotline und Schulung (BMG hat die Kostenübernahme bis mindestens Ende 2022 zugesichert und für darüber hinaus in Aussicht gestellt)
  • Rund um die Uhr Service (24/7) für den technischen Betrieb
  • Zentrale Datensicherheitsauditierung durch Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

SORMAS ist eine open source Software, deren Nutzung prinzipiell ohne Lizenzgebühr vom Gesundheitsamt in eigenen Infrastrukturen betrieben werden kann. Allerdings erfolgt dies dann in der vollständigen Verantwortung des Gesundheitsamtes und ohne Anspruch auf die oben genannten kostenfreien Betriebs-und Serviceleistungen. Wir empfehlen dringend SORMAS in Deutschland nur im ITZBund-Betrieb einzusetzen.

Werden die SORMAS-Server auch nachts überwacht?

Die Server, auf denen die einzelnen SORMAS-Instanzen laufen, werden dauerhaft überwacht, also auch nachts. Wird dort ein Fehler entdeckt, wird dieser automatisiert an den Support gemeldet.

Welche Schnittstellen werden über SORMAS-X verfügbar sein?

SORMAS-X enthält bereits oder soll zukünftig folgende Schnittstellen zur Verfügung stellen:
• SurvNet
• Weitere IfSG-Fachanwendungen (Octoware, Äskulab, ISGA)
• DEMIS
• Symptomtagebücher
• SORMAS zu SORMAS

Wird es weitere Schnittstellen geben?

SORMAS ist ein Open Source System, daher ist damit zu rechnen, dass künftig auch weitere Systeme angebunden und entwickelt werden können, die von Gesundheitsämtern nachgefragt werden. Voraussetzung für die Freischaltung der Schnittstellen ist, dass das Gesundheitsamt das Datenschutzkonzept von SORMAS-X prüft und bei Netzlink die Freischaltung der Schnittstellen explizit genehmigt bzw. anweist.

Gibt es eine Verbindung zwischen SORMAS und der Corona-Warn App der Bundesregierung?

Nein, SORMAS und die Corona-Warn App sind zwei unterschiedliche Anwendungen, die keine Überschneidungen haben.

Die Corona-Warn App ist für individuelle Personen, um Kontakte und Infektionsketten nachvollziehen zu können. SORMAS hingegen ist eine Anwendung für die Gesundheitsämter in Deutschland, in der sie Kontakte und Fälle nachverfolgen können.

Wie wird bei SORMAS-X in der SORMAS zu SurvNet-Schnittstelle die Externe ID bzw. GUID genutzt?
Generell dient die Externe ID dazu, die eindeutige Verbindung von einem Fall / Person / Ereignis in SORMAS (Feld Externe ID) mit demselben Fall / Person / Ereignis in einem externen System (z.B. SurvNet: Feld GUID) herzustellen. Detaillierte Informationen bzgl. der Verwendung der Felder Aktenzeichen und Externe ID finden Sie in der Schnittstellendokumentation SORMAS zu SurvNet (PDF-Download).
Werden Todesfälle bei SORMAS-X an SurvNet übermittelt?
Ja, Todesfälle und die dazugehörigen Informationen werden über die Schnittstelle an SurvNet übermittelt.
Wie funktionieren die Symptomtagebücher?
Das digitale Symptomtagebuch zur Quarantäne-Überwachung ermöglicht es Mitarbeiter:innen des Gesundheitsamtes wertvolle Zeit einzusparen, indem sie Personen in häuslicher Absonderung nicht mehr täglich anrufen müssen. Stattdessen erhalten Personen über das digitale Symptomtagebuch mindestens einmal pro Tag eine Erinnerung selbstständig einen kurzen Fragebogen über das Vorliegen von Symptomen auszufüllen. Der Fragebogen ist kompatibel mit den entsprechenden in SORMAS dargestellten und mit dem RKI abgestimmten Feldern. Diese Informationen werden dann automatisch in SORMAS des zuständigen Gesundheitsamtes übertragen. Durch die Integration eines digitalen Symptomtagebuchs in die SORMAS-Plattform ist die Aktivierung eines Tagebuchs mit nur einem Klick möglich. Das Symptomtagebuch benötigt keine weitere Nutzeroberfläche für die Gesundheitsamt Mitarbeiter:innen und wird rein aus SORMAS heraus angesteuert. Basierend auf den Daten bereits aktiver Gesundheitsämter erreichen diese im Rahmen der Quarantäne-Überwachungeine Entlastung und Zeitersparnis von fast 70%.
Was ist SORMAS-M?

SORMAS Mobile (SORMAS-M) ist die mobile App von SORMAS. SORMAS-M wird in Nigeria und Ghana genutzt. Für Länder in denen die DSVGO gilt, ist SORMAS-M nicht geprüft. Installation, Konfiguration und Fernpflege sind nicht im Rahmen der BMG-Förderung abgedeckt und müssten separat beauftragt werden. SORMAS-M ist aus Sicherheitsgründen nicht über den allgemeinen Store herunter zu laden, sondern dazu bestimmt, auf ausschließlich für den Dienstgebrauch bestimmten Tablets installiert zu werden. In SORMAS-M stehen für ausgewählte Nutzer:innen-Profile jeweils dieselben Funktionen zur Verfügung wie in der stationären Desktop/Web-Version von SORMAS-L. Im Unterschied zur stationären SORMAS-L Version kann SORMAS-M auf dem mobilen Endgerät (Tablet) auch offline ohne Netz und Internetverbindung bedient werden. Die Daten werden dann bidirektional synchronisiert sobald eine Internetverbindung besteht. Wir raten davon ab SORMAS-M in Deutschland zu verwenden.

Kann das Tagebuch in Haushalten mit mehreren Personen genutzt werden?

Mehrere Familienmitglieder können mit derselben E-Mail-Adresse oder Mobilfunknummer für das Symptomtagebuch registriert werden. Hierfür muss lediglich jedes Familienmitglied als eigenständiger Kontakt mit individuellem Vor- und Nachnamen in SORMAS angelegt und in jeder Akte dieselbe Mobilfunknummer oder E-Mail-Adresse hinterlegt werden.

Können Pflichtfelder individuell konfiguriert werden?

Um eine einheitliche Schnittstelle zur SORMAS-Anwendung im Gesundheitsamt sicherzustellen, ist bis auf Weiteres nicht vorgesehen, Felder im Tagebuch individuell konfigurierbar zu machen.

Können Nutzer:innen weitere Kontaktpersonen im Symptomtagebuch erfassen?

Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist es derzeit nicht möglich, Daten zu verschiedenen Personen über ein Nutzer:innen-Konto des Symptomtagebuches zu erfassen.

Wie erfolgt die Auswertung der ausgefüllten Symptomtagebücher?

In SORMAS können die Daten aus den Symptomtagebüchern in der Nachverfolgungs-Ansicht eingesehen und ausgewertet werden. Daten, die über das Symptomtagebuch eingegangen sind, sind mit einem Handy-Symbol in SORMAS kenntlich gemacht. Durch das Setzen eines Filters („Symptomtagebuch-Status“) werden in SORMAS nur diejenigen Personen angezeigt, für die ein Symptomtagebuch aktiviert wurde. Farblich kann weiterhin zwischen der Angabe von Symptomen (rot), keinen Symptomen (grün) und dem Versäumen des Ausfüllens (grau) unterschieden werden. Daraufhin können weitere Handlungen seitens des Gesundheitsamtes eingeleitet und ein reibungsloser Prozess der Quarantäne-Überwachung gewährleistet werden.

Weiterführende Informationen Informationen finden Sie in unseren >>Dokumenten<<.

Gibt es Unterschiede in der SORMAS-Installation zwischen den einzelnen Bundesländern bzw. Gesundheitsämtern?

SORMAS-X wird grundsätzlich für alle Gesundheitsämter in einer gemeinsamen Anwendung bereitgestellt. Individuelle Besonderheiten können entweder im Rahmen der jeweiligen Konfiguration vorgenommen werden oder sie werden allen Gesundheitsämtern zur Verfügung gestellt. Die Entwicklung und Pflege von zusätzlichen Funktionen für spezielle Anforderungen einzelner Bundesländer oder Gesundheitsämter ist grundsätzlich möglich. Da SORMAS open source ist, steht auch Dritten die Möglichkeit offen, zusätzliche Module für und kompatibel mit SORMAS zu erstellen. Dies wird im Rahmen der Bildung einer SORMAS open source community ausdrücklich unterstützt. Ob dies im Rahmen der BMG-Förderung und im Rahmen des SORMAS@DEMIS Projektes erfolgt oder ggf. durch Dritte, z. B. einem Bundesland, finanziert wird, muss im Einzelfall entschieden werden.

Falls Sie Fragen haben, die hier nicht oder nicht ausreichend erklärt wurden, kontaktieren Sie uns gerne!