Drei Stellwände die zusammen FAQ ergeben

FAQs

Fragen, die bereits besonders häufig über die Hotline gestellt wurden, werden hier erklärt. Aktuell finden Sie hier Antworten zu den Themen:

Beim Rollout wurden einige Fälle nicht i.R.d. Initialen Imports von SurvNet nach SORMAS importiert. Wir haben ein Liste mit solchen übersprungenen Fällen erhalten. Was ist zu tun?

Sie müssen die ExterneID in SORMAS mit der GUID des Falls in SurvNet befüllen. Dazu müssen Sie ggf. einen Export der entsprechenden Datensätze aus SurvNet und anschließend einen Import per csv-Datei in SORMAS vornehmen
Option 1:
Wenn Sie alle Daten eines Falles in SORMAS (nach)gepflegt haben und nur noch die ExterneID/GUID fehlt, dann nehmen Sie die SORMAS-Importdatei für den Import von Fällen, füllen Sie die Pflichtfelder aus und setzen Sie die GUID von SurvNet ein (inkl. der geschweiften Klammern!).
Anschließend führen Sie den Import durch.
Damit haben Sie nun 2 Fälle in SORMAS, die Sie über die Duplikatszusammenführung zu einem Fall zusammenführen. (Der obsolet gewordene Fall wird dabei automatisch gelöscht.)
Danach senden Sie den führenden Fall an SurvNet.
Option 2:
Sie exportieren zunächst die übersprungenen Fälle aus SurvNet.W
Die Daten tragen Sie in die SORMAS-Importdatei für den Import von Fällen ein und setzen die GUID von SurvNet ein (inkl. der geschweiften Klammern!).
Anschließend führen Sie den Import durch.
Damit haben Sie nun 2 Fälle in SORMAS, die Sie über die Duplikatszusammenführung zu einem Fall zusammenführen. (Der obsolet gewordene Fall wird dabei automatisch gelöscht.)
Ggf. pflegen Sie die Vorherigen Krankenhausaufenthalte (s.u.) manuell nach.
Danach senden Sie den führenden Fall an SurvNet.
Zu beachten:
Vorherige Krankenhausaufenthalte können nicht per csv-Datei in SORMAS importiert werden. Sie müssen ggf. manuell in SORMAS nachgeflegt werden.

Eine Herdkennung wird von anderem Gesundheitsamt (GA) gemeldet: Was passiert dann?
Wenn ein Ausbruch / Herdkennung gesundheitsamtübergreifend ist, dann verhält es sich so:
  • Es gilt grundsätzlich: GA 1 und GA 2 fügen jeweils ihre eigenen Fälle zu ihren eigenen Clustern hinzu, wobei beide Cluster dieselbe Herdkennung haben. Und GA 1 und GA 2 senden ihre eigenen Fälle und eigenen Cluster an SurvNet.
  • Die Landesstelle fügt anhand der Herdkennung XCZ die Cluster des GA 1 und GA2 mit den darin enthaltenen Fällen zusammen und meldet dies weiter.
Der Ablauf ist i.a. wie folgt:
  • GA 1 erstellt ein Ereignis mit Ereignisstatus Cluster in SORMAS, führt eigene Fälle zu, und sendet an SurvNet.GA 1 erkennt, dass auch ein Fall aus GA 2 an dem Ausbruch beteiligt ist und informiert
  • GA 2, dass dieser Fall, für den GA 2 der Zuständige LK/SK ist, am Ausbruch mit der Herdkennung XYZ beteiligt ist.
  • GA 2 erhält diese Information und legt ein eigenes Ereignis mit Ereignisstatus Cluster in seiner SORMAS-Instanz an, wobei es dieselbe Herdkennung XYZ und unterschiedlichem Aktenzeichen (das kann variieren) vergibt. GA 2 fügt den eigenen Fall bzw. die eigenen Fälle hinzu, und sendet den Fall und das Cluster an SurvNet.
DEMIS Meldungen bleiben auch nach Bearbeitung in SORMAS sichtbar und präsent.

Nur DEMIS Meldungen für Covid-19 werden via SORMAS verarbeitet, alle anderen nicht. Da es keine Rückkopplung an SurvNet gibt, verbleiben diese Meldungen im Eingang.

Die Übertragung SORMAS zu SurvNet beim Infektionsumfeld ergibt in SurvNet, dass Informationen noch fehlen. So wird dort z.B. nur „Ja“ und nicht „Ja, mit Symptomen“ hinterlegt.

Nur die vom RKI definierten Symptome für COVID-19 werden auch übertragen mit „Ja, mit Symptomen“.

Nutzer:innen sehen eine unterschiedliche Anzahl aller Aufgaben im Aufgabenverzeichnis

In der Aufgabenverwaltung, unter dem Menüpunkt Aufgaben, sind Aufgaben jeglichen Kontextes zu sehen, die in den jeweiligen Zuständigkeitsbereich des Nutzenden fallen. Dem Nutzenden können keine Aufgaben angezeigt werden, bei welchen die Entität der Aufgabe (also zum Beispiel der Fall bei einer Aufgabe „Falluntersuchung“) nicht im Zuständigkeitsbereich des Nutzenden liegt. Ebenso sind keine Aufgaben zuweisbar an Mitarbeitende, deren Zuständigkeit von der betroffenen Entität abweicht.

Wenn eine Aufgabe als „erledigt“ gespeichert wurde, ist diese in der Aufgabenverwaltung nur zu finden, wenn bei dem entsprechenden Filter nach „erledigten“ Aufgaben gesucht wird, die daraufhin als ausgegraute Einträge in der Tabelle erscheinen.

Was bedeutet der Untersuchungsstatus in SORMAS und wie wird dieser in SurvNet abgebildet?

Der Untersuchungsstatus bezieht sich auf eine durchgeführte Diagnostik vom Arzt oder eine durchgeführte Untersuchung im Labor. Das Untersuchungsdatum daneben gibt an, was zuerst stattgefunden hat: Diagnostik ODER Untersuchung. Eine Übermittlung vom Untersuchungsstatus inklusive Untersuchungsdatum nach SurvNet findet nicht statt, die Übermittlung der dafür zugrundeliegenden Diagnostik oder Untersuchung im Labor allerdings schon. Abgebildet wird die durchgeführte Diagnostik vom Arzt, die in SORMAS unter den „Meldungen“ im Reiter „Fall“ hinterlegt wird, und die Untersuchung im Labor, also die Informationen aus einer Probe der Art Antigennachweis, Eregerisolierung oder Nukleinsäure-Nachweis, in SurvNet unter den im Abschnitt „Zuordnung“ im Punkt „Meldungen“ angezeigten Informationen wie „Art des Meldenden“, „Datum der Meldung“ und „Datum der Diagnose“. Dabei entsprechen das „Datum der Meldung“ und das „Datum und Uhrzeit des Ergebnisses“ im Erregertest der Probe dem „Datum der Meldung“ und „Datum der Diagnose“ in SurvNet.

Wie funktioniert die Duplikatserkennung beim Anlegen eines neuen Falls/Kontakts etc. in SORMAS?

SORMAS-X enthält eine automatische Dublettenerkennung, die auf den Parametern „Name“, „Vorname“ und „Geburtsdatum“ beruht. Dabei werden ähnliche Schreibweisen wie „Müller“ und „Mueller“ als gleich angesehen.
Die Dublettenerkennung basiert immer auf der Zuständigkeit des Benutzers, der Personen, Fälle, Kontakte oder Veranstaltungsteilnehmende anlegt oder in das System importiert. Daten, auf die der Benutzer keinen Zugriff hat, werden nicht berücksichtigt, sodass theoretisch auch bei konsequenter Nutzung der Dublettenerkennung durch jeden Benutzer die Entstehung von Dubletten möglich ist. Um dies zu beheben, haben Benutzer mit den entsprechenden Rechten Zugang zu der speziellen Funktion „Duplikate zusammenführen“ für Fälle und Kontakte, die über die jeweiligen Verzeichnisse zugänglich ist und mit welcher Sie das System durch Zusammenführen doppelter Daten bereinigen können. Bitte beachten Sie, dass es derzeit keine Dublettenerkennung gibt, wenn Daten über die ReST-Schnittstelle an SORMAS übertragen werden!

Wann wird eine bereits in SORMAS angelegte Person, Fall, Kontakt, Ereignisteilnehmer vom Programm erkannt? (Duplikatserkennung)
Personen Immer wenn ein Benutzer versucht, Daten anzulegen, die Personen – Fälle, Kontakte oder Veranstaltungsteilnehmer – betreffen, wird das System auf ähnliche Personen geprüft, bevor eine anschließende Dublettenerkennung des eigentlichen Falls, Kontakts oder Veranstaltungsteilnehmers durchgeführt wird. Eine Person wird als potenzielles Duplikat eingestuft, wenn sie die folgenden Anforderungen erfüllt. Jede Variable, die für die erstellte Person nicht angegeben ist, wird bei dieser Berechnung ignoriert. Die Person muss mit mindestens einem Fall, Kontakt oder Veranstaltungsteilnehmer verknüpft sein. Wenn die Server-Eigenschaft duplicatechecks.excludepersonsonlylinkedtoarchivedentries aktiviert ist, muss der zugehörige Fall oder Kontakt bzw. das Ereignis, zu dem der Ereignisteilnehmer gehört, zusätzlich aktiv sein, d.h. nicht gelöscht und nicht archiviert. Standardmäßig ist diese Eigenschaft deaktiviert.
  • Die Person muss einen ähnlichen Namen haben.
  • Um ähnliche Namen zu erkennen, verwenden wir das pg_trgm-Modul von PostgreSQL, das Trigramme verwendet, um die Ähnlichkeit zwischen zwei Zeichenketten zu berechnen, in diesem Fall die Namen zweier Personen. Die Standardschwelle für die Ähnlichkeit ist 0,65. Dieser Schwellenwert kann durch Ändern des Werts der Servereigenschaft namesimilaritythreshold angepasst werden. Je höher der Wert, desto ähnlicher müssen die Namen sein, damit sie erkannt werden.
  • Beide Personen müssen das gleiche oder kein Geschlecht haben (falls bei der erstellten Person angegeben).
  • Das Geschlecht „Unbekannt“ passt zu jedem anderen Geschlecht, so dass das System eine Person mit dem Geschlecht „Unbekannt“ als potenzielles Duplikat einer Person mit dem Geschlecht „Männlich“, „Weiblich“ oder „Andere“ erkennen würde, solange alle anderen Anforderungen erfüllt sind.
  • Beide Personen dürfen kein unterschiedliches Geburtsjahr, -monat oder -tag haben.
  • Personen werden auch als potenzielle Duplikate erkannt, wenn ihr Geburtsjahr, -monat oder -tag leer ist. Sie werden nur dann ausgeschlossen, wenn es einen tatsächlich unterschiedlichen Wert gibt.
  • Beide Personen dürfen keine abweichende nationale Gesundheitskennung haben.
Wichtig: Alle oben genannten Anforderungen werden ignoriert (mit Ausnahme der Anforderung der Assoziation), wenn beide Personen dieselbe Reisepassnummer haben. Fälle Wenn ein Benutzer versucht, einen Fall anzulegen und eine potenziell doppelte Person identifiziert und ausgewählt wurde, wird das System zusätzlich auf ähnliche Fälle der ausgewählten Person geprüft. Ein Fall wird als potenzielles Duplikat eingestuft, wenn er die folgenden Anforderungen erfüllt. Jede Variable, die für den angelegten Fall nicht angegeben ist, wird bei dieser Berechnung ignoriert. Es werden nur Fälle berücksichtigt, die nicht als gelöscht markiert wurden, einschließlich archivierter Fälle.
  • Beide Fälle müssen die gleiche Krankheit haben.
  • Beide Fälle müssen dieselbe Aufenthaltsregion haben oder, wenn die Aufenthaltsregion leer ist, dieselbe zuständige Region.
  • Die Meldedaten beider Fälle müssen innerhalb von 30 Tagen nacheinander liegen.
Kontakte Wenn ein Benutzer versucht, einen Kontakt zu erstellen und eine potenziell doppelte Person identifiziert und ausgewählt wurde, wird das System zusätzlich auf ähnliche Kontakte der ausgewählten Person geprüft. Ein Kontakt wird als potenzielles Duplikat eingestuft, wenn er die folgenden Anforderungen erfüllt. Jede Variable, die für den erstellten Kontakt nicht angegeben ist, wird bei dieser Berechnung ignoriert. Es werden nur Kontakte berücksichtigt, die nicht als gelöscht markiert wurden, einschließlich Kontakte von archivierten Fällen.
  • Wenn kein Ausgangsfall ausgewählt wurde, müssen beide Kontakte die gleiche Krankheit haben.
  • Wenn ein Ausgangsfall ausgewählt wurde, müssen beide Kontakte denselben Ausgangsfall haben.
  • Die Meldedaten beider Kontakte müssen innerhalb von 30 Tagen nacheinander erfolgen.
  • Die Daten des letzten Kontakts beider Kontakte müssen innerhalb von 30 Tagen liegen (falls für den erstellten Kontakt angegeben).
Teilnehmer an Ereignissen Wenn ein Benutzer versucht, einen Veranstaltungsteilnehmer anzulegen und eine potenziell doppelte Person identifiziert und ausgewählt wurde, prüft das System zusätzlich, ob es für die ausgewählte Person bereits einen Veranstaltungsteilnehmer in der zugehörigen Veranstaltung gibt. In diesem Fall wird dem Benutzer eine Fehlermeldung angezeigt, die ihn über diesen Umstand informiert und ihn daran hindert, einen doppelten Veranstaltungsteilnehmer anzulegen.
Warum wurde die REST-API abgeschaltet?
In Anbetracht der Schlüsselrolle, die SORMAS sowie das gesamte Elektronische Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz insbesondere in der aktuellen Pandemielage einnehmen, müssen durchgehend hohe Qualitätsstandards in Bezug auf die Informationssicherheit gelten. Um zu vermeiden, dass über Drittanwendungen die Sicherheit des Meldesystems kompromittiert wird, wurde die REST-API in SORMAS seit dem 28. Mai 2021 vorerst deaktiviert. Diese Deaktivierung erfolgte in Rücksprache mit dem Bundesministerium für Gesundheit und den Hinweisen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik auf die gesamtgesellschaftliche IT-Sicherheitslage im Allgemeinen und die IT-Sicherheitsrisiken durch unsichere Drittanwendungen im Speziellen. Bei Bedarf einer Aktivierung der Rest-API regen wir Sie an, in Kontakt mit den Herstellern der Drittanwendungen zu treten, um die Sicherheit dieser Anwendungen zu erhöhen und Wege für einen sicheren Datenaustausch mit dem SORMAS-System zu identifizieren.

Falls Sie Fragen haben, die hier nicht oder nicht ausreichend erklärt wurden, kontaktieren Sie uns gerne!