FAQs

Fragen, die bereits besonders häufig über die Hotline gestellt wurden, werden hier erklärt. Aktuell finden Sie hier Antworten zu den Themen:

Welche Schnittstellen werden über SORMAS-X verfügbar sein?

In SORMAS-X werden die folgenden Schnittstellen konfiguriert:

  • SurvNet
  • Weitere IfSG-Fachanwendungen
  • DEMIS
  • Symptomtagebücher
  • SORMAS zu SORMAS
Wird es weitere Schnittstellen geben?

SORMAS ist ein Open Source System, daher ist damit zu rechnen, dass künftig auch weitere Systeme angebunden und entwickelt werden können, die von Gesundheitsämtern nachgefragt werden. Voraussetzung für die Freischaltung der Schnittstellen ist, dass das Gesundheitsamt das Datenschutzkonzept von SORMAS-X prüft und bei Netzlink die Freischaltung der Schnittstellen explizit genehmigt bzw. anweist.

Wie wird bei SORMAS-X in der SORMAS zu SurvNet-Schnittstelle die Externe ID bzw. GUID genutzt?

Generell dient die Externe ID dazu, die eindeutige Verbindung von einem Fall / Person / Ereignis in SORMAS (Feld Externe ID) mit demselben Fall / Person / Ereignis in einem externen System (z.B. SurvNet: Feld GUID) herzustellen.

Detaillierte Informationen bzgl. der Verwendung der Felder Aktenzeichen und Externe ID finden Sie in der Schnittstellendokumentation SORMAS zu SurvNet (PDF-Download).

Werden Todesfälle bei SORMAS-X an SurvNet übermittelt?

Ja, Todesfälle und die dazugehörigen Informationen werden über die Schnittstelle an SurvNet übermittelt.

Wie funktioniert der Datenaustausch über den SurvNet Webservice?

Beim SurvNet Webservice handelt es sich um einen vom RKI bereitgestellten Transportweg für verschlüsselte Daten zwischen SurvNet Sende- und Empfangsstellen im deutschen Gesundheitswesen. Der Service stellt über ein Public Key Verfahren die Vertraulichkeit der Daten zwischen den zertifizierten Parteien sicher. In der SurvNet Infrastruktur besitzt jede Sende- und Empfangsstelle eine eindeutige Codesite ID, die vom RKI vergeben wird und für die ein Zertifikat beim RKI registriert wird. Im Betrieb bedeutet dies, dass der Sender die verschlüsselten Daten an den SurvNet Webservice überträgt, d.h. die verschlüsselten Daten dort hinterlegt werden. Der Empfänger wiederum fragt am Webservice das Vorhandensein von Daten für seine Codesite ID ab und kann diese anschließend herunterladen und mit Hilfe des eigenen Zertifikates entschlüsseln.

Welche Daten werden bei SORMAS-X von SORMAS an SurvNet übermittelt?

Es werden alle IfSG-relevanten Daten übermittelt. Weitere Angaben finden Sie in der Schnittstellendokumentation SORMAS zu SurvNet (PDF-Download).

Ist die Migration der SurvNet Daten für SORMAS-X zwingend erforderlich?

Ja, diese Migration ist definitiv notwendig.

Werden alle Anhänge von SurvNet in SORMAS mit Importiert?

Anhänge aus SurvNet werden in SORMAS nicht mit importiert.

Welche Daten werden alles aus SurvNet nach SORMAS importiert, Fall- und Kontaktpersonendaten und auch Daten von Einrichtungen, Krankenhäusern , Adressen etc.?

Aktuell werden nur Fälle aus Survnet nach Sormas importiert.

Inwiefern sind die Auswertungsfunktionen (Abfragen, Standardabfragen) von SurvNet betroffen vom Umstieg? Was geht nicht mehr?

Es wird nur die Bearbeitung der Fälle gesperrt. Alle anderen Funktionen können weiterhin verwendet werden. Aber, beispielsweise auch der Bearbeitungsstatut etc. ist nicht mehr erreichbar, entsrprechende Filterfunktionen könne beeinflusst werden.

Nach der Übergabe des ermittelten Falls an SurvNet können doch auch noch in SurvNet Einzelheiten weiter dokumentiert werden, bevor an die Landesbehörde weitergesendet wird, oder?

Nein, die vollständige Bearbeitung der Fälle ist anschließend in SurvNet gesperrt. Allen das hinzufügen von Annotationen oder Ähnlichem ist noch möglich.

Datenerfassung in SurvNet nach der Migration abschalten? Wir könnten das prozessual lösen und wären somit weiter in der Lage, SurvNet parallel zu nutzen?

SurvNet kann weiterhin verwendet werden. Es muss prozessual gelöst werden, dass keine Covid Fälle mehr erfasst werden, technisch wird nur sichergestellt, dass die bereits übermittelten und aus SORMAS kommenden Fälle nicht bearbeitet werden können.

Wie ist die Verbindung zu SurvNet wenn Daten im SORMAS gelöscht werden?

Wenn ein Fall in SORMAS gelöscht wird, wird diese Löschanfrage automatisch an SurvNet weitergegeben und mit dem nächsten Senden/Einlesen in SurvNet in Form des “Fall verwerfen” umgesetzt.

Ist es zwingend erforderlich das SurvNet oder andere Fachanwendungen vorhanden sind um Fälle an die jeweiligen Landesstellen zu melden?

Das Projekt hat bereits alle Hersteller von IfSG Fachanwendungen frühzeitig angeschrieben, um die Schnittstellen gemeinsam zu ermöglichen. Einige Fachanwendungen sind diesbezüglich bereits weit fortgeschritten (z.B. Octoware und Äskulab). Das Projekt hat die Absicht zu allen IfSG Fachanwendungen dieselben Schnittstellenfunktionen zu ermöglichen wie mit SurvNet. Für die Pilotierung hat die Schnittstelle mit SurvNet Priorität, weil sie technisch die Basis für die anderen IfSG Fachanwendungen darstellt. Derzeit liegt kein Auftrag vor, dass SORMAS direkt an die SurvNet-Instanz der jeweiligen Landesbehörde übermittelt, daher ist im Gesundheitsamt eine lokale Installation von SurvNet oder einer anderen IfSG Fachanwendung ist erforderlich in die SORMAS die Daten zur überträgt, so dass von dort aus die Übermittlung an die Landesbehörde erfolgt.

Welche Personendaten werden von SORMAS nach SurvNet übermittelt und sind diese verschlüsselt?

Es werden alle IfSG-relevanten Daten übermittelt, dabei werden personenbezogene Daten pseudonymisiert. Die Übertragung selbst erfolgt verschlüsselt.

Wird der Daten-Export aus SurvNet nicht vom Gesundheitsamt allein bewältigt?

Nein, wenn aber alle Daten inkl. der GUID übereinstimmen, sollte der Import sehr schnell durchlaufen. Die GUID wird automatisch in SurvNet vergeben und kann nicht manuell bearbeitet werden.

Was passiert, wenn nach der Migration doch noch Fälle in SurvNet angelegt wurden?

Der Datensatz muss in SurvNet dann gelöscht und in SORMAS neu angelegt werden.

Welche Einschänkungen im Arbeitsablauf treten während der Aktivierung der Schnittstellen und der Migration der Daten von Survnet nach SORMAS ein?

Die Bearbeitung von COVID-Daten in SurvNet wird während und nach der Migration verhindert. Alle anderen Infektionskrankheiten können jedoch nach wie vor weiter bearbeitet und gemeldet werden. Die Arbeit in SORMAS soll während dieser Zeit unterbrochen und erst nach erfolgter Migration wieder aufgenommen werden.

Welche Datensätze werden bei der Umstellung auf SORMAS X mit gleichzeitiger Aktivierung der Schnittstellen von Survnet nach SORMAS migriert? Nur die Meldepflichtigen?

Die Migration berücksichtigt die Gesamtzahl der vorhandenen Datensätze, nicht nur die meldepflichtigen Datensätze.

Was muss man in SORMAS eingeben, damit in SurvNet der Haken bei „Gesamtgenomsequenzierung“ gesetzt wird?

Im Falle einer Gesamtgenomsequenzierung wählen Sie dazu in der Probe für den Erregertest im Feld „Art des Tests“ den Wert „Gesamtgenomsequenzierung“ aus und geben die Typisierungs-ID sowie die getestete Krankheitsvariante an.

Dann wird in SurvNet das Häkchen gesetzt und die Referenzdefinition in SurvNet ist erfüllt.

Wie werden Symptome (SORMAS) auf – Klinische Informationen (SurvNet) gemapped? Wann wird „Ja, aber ohne Symptomatik, die für die gemeldete Krankheit bedeutsam“ gesetzt?

Wenn in SORMAS alle Symptome weder auf Ja, Nein oder Unbekannt gesetzt sind, wird in SurvNet das Feld Klinische Informationen der Wert „nicht erhoben“ gesetzt.
Wenn in SORMAS alle Symptome auf Nein gesetzt werden, dann wird in SurvNet das Feld Klinische Informationen auf „Ja, aber ohne Symptomatik, die für die gemeldete Krankheit bedeutsam“ ist gesetzt.

Welche Personen-Daten werden an SurvNet gesendet? Müssen Fälle bei Änderungen immer an SurvNet gesendet werden?

Personenbezogene Daten sind nicht IfSG-relevant und werden nicht von SORMAS an SurvNet gesendet.
Daher müssen Fälle nicht von SORMAS an SurvNet gesendet werden, wenn nur solche Angaben geändert werden.

  • Nicht an SurvNet übermittelt werden: Vorname, Nachname, Geburts-Tag, Adressen, Kontaktinformationen, Reisepassnummer, Krankenversicherungsnummer.
  • Folgende Daten werden an SurvNet übermittelt: Geburtsjahr, Geburtsmonat, Geschlecht.

(Personenbezogene Daten sind gemäß DSGVO alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen.)

Beim Rollout wurden einige Fälle nicht i.R.d. Initialen Imports von SurvNet nach SORMAS importiert. Wir haben ein Liste mit solchen übersprungenen Fällen erhalten. Was ist zu tun?

Sie müssen die ExterneID in SORMAS mit der GUID des Falls in SurvNet befüllen. Dazu müssen Sie ggf. einen Export der entsprechenden Datensätze aus SurvNet und anschließend einen Import per csv-Datei in SORMAS vornehmen
Option 1:
Wenn Sie alle Daten eines Falles in SORMAS (nach)gepflegt haben und nur noch die ExterneID/GUID fehlt, dann nehmen Sie die SORMAS-Importdatei für den Import von Fällen, füllen Sie die Pflichtfelder aus und setzen Sie die GUID von SurvNet ein (inkl. der geschweiften Klammern!).
Anschließend führen Sie den Import durch.
Damit haben Sie nun 2 Fälle in SORMAS, die Sie über die Duplikatszusammenführung zu einem Fall zusammenführen. (Der obsolet gewordene Fall wird dabei automatisch gelöscht.)
Danach senden Sie den führenden Fall an SurvNet.
Option 2:
Sie exportieren zunächst die übersprungenen Fälle aus SurvNet.W
Die Daten tragen Sie in die SORMAS-Importdatei für den Import von Fällen ein und setzen die GUID von SurvNet ein (inkl. der geschweiften Klammern!).
Anschließend führen Sie den Import durch.
Damit haben Sie nun 2 Fälle in SORMAS, die Sie über die Duplikatszusammenführung zu einem Fall zusammenführen. (Der obsolet gewordene Fall wird dabei automatisch gelöscht.)
Ggf. pflegen Sie die Vorherigen Krankenhausaufenthalte (s.u.) manuell nach.
Danach senden Sie den führenden Fall an SurvNet.
Zu beachten:
Vorherige Krankenhausaufenthalte können nicht per csv-Datei in SORMAS importiert werden. Sie müssen ggf. manuell in SORMAS nachgeflegt werden.

Ein Fall mit Reinfektion aus SurvNet führte beim initialen Import zu 2 Fällen in SORMAS. Wie soll damit weiter verfahren werden?

Einen Fall archivieren, den anderen Fall behalten und die Reinfektion dort vermerken. Im Anschluss wird dann dieser Fall zur Person verknüpft.

Trotz Fall-Zusammenführung in SORMAS, verbleibt trotzdem ein Fall mehr in SurvNet

Hierfür führen Sie einen CSV-Export dieses Falls aus SurvNet durch und tragen danach die externe ID und das Aktenzeichen des Falls in die Importvorlage für Fälle von SORMAS in einen Dummyfall ein. Im Anschluss führen Sie einen Fall-Import durch und löschen diesen neuangelegten Fall, wodurch der Löschauftrag an SurvNet übermittelt wird. Der betroffende Fall wird hierdurch dann aus Ihrer SurvNet-Instanz gelöscht.

Die Übertragung SORMAS zu SurvNet beim Infektionsumfeld ergibt in SurvNet, dass Informationen noch fehlen. So wird dort z.B. nur „Ja“ und nicht „Ja, mit Symptomen“ hinterlegt.

Nur die vom RKI definierten Symptome für COVID-19 werden auch übertragen mit „Ja, mit Symptomen“.

Was bedeutet der Untersuchungsstatus in SORMAS und wie wird dieser in SurvNet abgebildet?

Der Untersuchungsstatus bezieht sich auf eine durchgeführte Diagnostik vom Arzt oder eine durchgeführte Untersuchung im Labor. Das Untersuchungsdatum daneben gibt an, was zuerst stattgefunden hat: Diagnostik ODER Untersuchung. Eine Übermittlung vom Untersuchungsstatus inklusive Untersuchungsdatum nach SurvNet findet nicht statt, die Übermittlung der dafür zugrundeliegenden Diagnostik oder Untersuchung im Labor allerdings schon. Abgebildet wird die durchgeführte Diagnostik vom Arzt, die in SORMAS unter den „Meldungen“ im Reiter „Fall“ hinterlegt wird, und die Untersuchung im Labor, also die Informationen aus einer Probe der Art Antigennachweis, Eregerisolierung oder Nukleinsäure-Nachweis, in SurvNet unter den im Abschnitt „Zuordnung“ im Punkt „Meldungen“ angezeigten Informationen wie „Art des Meldenden“, „Datum der Meldung“ und „Datum der Diagnose“. Dabei entsprechen das „Datum der Meldung“ und das „Datum und Uhrzeit des Ergebnisses“ im Erregertest der Probe dem „Datum der Meldung“ und „Datum der Diagnose“ in SurvNet.

Falls Sie Fragen haben, die hier nicht oder nicht ausreichend erklärt wurden, kontaktieren Sie uns gerne!